Philosophiekurs gestaltet einen Nachmittag im Elisenstift Barntrup

Zum Abschluss des Halbjahres und des Unterrichts zur philosophischen Ethik hat der Q2-Philosophiekurs Willmann einen Besuch im Elisenstift Barntrup gestaltet. Wie kam es dazu?

Im Winterhalbjahr hatte sich der Kurs intensiv mit der Frage „Ist der Mensch gut oder böse?“ auseinandergesetzt und in diesem Zusammenhang die Positionen von Hobbes, Rousseau und Kant kontrovers diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler wollten – nachdem sie sich im Unterricht theoretisch mit der Frage nach dem guten Handeln beschäftigt hatten – nun auch praktisch Gutes tun. Schnell war die Idee gefunden, ein Seniorenheim zu besuchen und das Elisenstift Barntrup war sofort einverstanden. Ganz kurzfristig wurde ein Termin am 28. Januar 2014 vereinbart.

Geplant wurde die Gestaltung eines Nachmittages mit Tisch decken, Waffeln backen, Kaffee trinken, kleinen Aktivitäten und Gesprächen. Nach einer kurzen Einführung durch die Pflegedienstleiterin Frau Schaaf, wurden die Schülerinnen und Schüler auf drei verschiedene Wohngruppen aufgeteilt und gingen, unterstützt durch die freundliche Hilfe der Mitarbeiterinnen vor Ort, motiviert an die Arbeit. Die Rückmeldungen zu dem Nachmittag von Seiten der Bewohnerinnen und Bewohner, der Pflegedienstleitung sowie der Schülerinnen und Schüler waren sehr positiv.

Ich persönlich nehme auf jeden Fall mit, dass ich froh bin, diese Aktion erstmals „gewagt“ zu haben. Ich habe nette Gespräche führen können, habe einen Einblick in das Stift gewonnen und meine Schülerinnen und Schüler einmal in einem ganz anderen Zusammenhang erlebt.

 

Suna Willmann

Hier noch eine Rückmeldung von Schülerinnen und Schülern des Kurses:

 

Was machen wir mit den Bewohnern? Was, wenn wir keine angenehme Atmosphäre schaffen können? Wird es schwierig? All diese Fragen und Befürchtungen trafen in keinem Fall zu.  Der Besuch im Altersheim des Elisenstifts in Barntrup war eine sehr interessante Erfahrung für uns alle und hat gezeigt, wie man älteren Menschen den Alltag ein wenig versüßen kann. Zwar kamen wir nicht zum Spielen mit den Damen und Herren, aber auch ohne die Spiele war es eine gesellige und angenehme Runde. Das Waffelbacken für die Bewohner hat uns die Augen geöffnet, dass selbst kleine Dinge Freudestrahlen hervorrufen können. Diese Begeisterung haben wir vor allem bei denen bemerkt, die nicht die Möglichkeit hatten am Kaffeetrinken teilzunehmen und denen wir Waffeln an die Betten gebracht haben. Die Damen und Herren waren zu uns so nett und aufgeschlossen, was es uns leichter gemacht hat uns wohl zu fühlen und auch Spaß zu haben. Sofort wurden wir in das Gespräch involviert und herzlich wilkommen geheißen. Man hat wirklich gemerkt, dass unser Besuch eine willkommene Abwechslung für die Bewohner war. Das hat uns ein wirklich gutes Gefühl gegeben und gezeigt, wie viel Spaß es macht zu helfen.

Die Angestellten des Altersheims waren ebenfalls freundlich und sehr hilfsbereit, immer wenn wir eine Frage hatten, konnten sie uns helfen und uns tatkräftig unterstützen. Auch das Waffelbacken war seitens des Stifts optimal vorbereitet. Diese Unterstützung hat uns die Angst genommen etwas falsch zu machen.

Alles in allem war es eine empfehlenswerte Erfahrung, besonders weil uns bewusst gemacht wurde, wie man ein wenig Freude schenken kann und wie sehr unser Projekt angenommen wurde. Wir sind sehr froh, dass wir dieses erleben durften. Der Besuch war in jedem Fall ein Anstoß auch in der Zukunft Gutes zu tun.

Shakira Simons, Diana Pereira Ribeiro, Björn Hansmeier, Patrik Eikermann, Daniel Fahrenkamp