Karolin Milewski (Kl. 9) hat in den Sommerferien an der JuniorAkademie NRW teilgenommen.

Hier ihr Bericht:

Dieses Jahr in den Sommerferien durfte ich an der JuniorAkademie NRW teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein außerschulisches Programm zur Förderung begabter Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I. Vorstellen kann man sich dies wie eine Art Sommercamp, bei dem die Teilnehmer viel lernen können, aber auch jede Menge Spaß haben. Jede Schule NRWs darf dabei zwei Schülerinnen oder Schüler zur Teilnahme vorschlagen, die sich daraufhin um einen Akademieplatz bewerben können. Aus den Bewerbungen werden dann die Schülerinnen und Schüler ausgewählt, die an der Akademie teilnehmen dürfen. Dabei geht es nicht nur um schulische Leistungen, sondern auch um das außerschulische Engagement.

Als ich von der Schule informiert wurde, dass ich zur Bewerbung vorgeschlagen wurde, war ich sofort begeistert von den Möglichkeiten, die die JuniorAkademie zu bieten hat. Ich begann also mit Hilfe einer Lehrerin, der ich bei dieser Gelegenheit nochmals herzlich für ihre Unterstützung danken möchte, meine Bewerbung zu schreiben. Nach langen Wochen des Wartens auf eine Antwort, kam endlich der ersehnte Brief mit der Zusage, über die ich mich sehr freute.

So machte ich mich also am 20.07.2015 in Begleitung meiner Mutter und Großmutter schon früh auf den Weg nach Königswinter, einem der Standorte der JuniorAkademie. Ebenfalls Akademiestandorte waren Ostbevern und Jülich. An den unterschiedlichen Standorten wurden verschiedene Kursthemen angeboten, zwischen denen jeder Teilnehmer wählen musste. So fanden in Ostbevern die englischsprachigen Kurse statt, in Jülich gab es Kurse zu Forensik, Micro-Controllern und Nanotechnologie. In Königswinter wurden neben einem weiteren Forensikkurs auch Mathematik und Astrophysik angeboten. Ich nahm an dem Astrophysikkurs teil. Der Kurs fand zweimal am Tag statt, einmal vormittags und einmal nachmittags. Außerdem gab es morgens die Möglichkeit zum Frühsport um 6.00 Uhr, die ich allerdings nur einmal nutzte. Nach dem Frühstück fanden die ersten Kursstunden statt. Darauf folgte das Mittagessen und danach der Chor, an dem fast alle Mitglieder der JuniorAkademie in Königswinter regelmäßig teilnahmen. In ihm wurden viele Stücke einstudiert, die am Ende der JuniorAkademie auf der Abschlussfeier vorgetragen wurden. Auf den Chor folgte der zweite Teil des Kursunterrichts. Und schließlich, nach dem Abendessen, fanden die sogenannten KüAs, kursübergreifende Angebote, statt, auf die ich mich immer besonders freute. Dabei handelt es sich um alle möglichen Angebote, die von Betreuern oder Akademie-Teilnehmern angeboten wurden. Von Sportangeboten, wie Badminton, über Fotos machen mit der selbstgebauten Lochkamera bis zu Sprachen, wie beispielsweise Spanisch, war alles dabei. Ich selbst entschied mich, einen Japanisch-Kurs anzubieten. Danach ging es auch schon ins Bett, denn um 23.00 Uhr war Nachtruhe.

Neben den Tagen, die diesem Ablauf folgten, gab es auch noch einen Ausflugtag, an dem alle Teilnehmer und Betreuer zum Drachenfelsen, dem hoch gelegenen Wahrzeichen von Königswinter, wanderten, was weder hoch noch herunter einfach war. Die Mühe machte sich aber bezahlt, denn von ganz oben hatte man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und den Rhein. Außerdem hatte jeder Kurs einen Tag, an dem er eine zu seinem Thema passende Einrichtung besuchte. Nur die Forensiker bekamen Besuch von einer Kriminalpsychologin und blieben daher in dem Internat, in dem wir während der Akademie untergebracht waren. Der Mathematik-Kurs erkundete das Arithmeum in Bonn und mein Kurs, der Astrophysik-Kurs, besuchte das Radioteleskop Effelsberg. Dabei konnten wir uns neben einem kleinen Vortrag als Einführung das Radioteleskop genauer anschauen, was ich persönlich sehr interessant fand.

Mein Kurs beschäftigte sich außerdem mit Licht, der Entstehung und dem „Leben“ von Sternen, sowie mit den nötigen physikalischen Grundlagen der Astrophysik, wie beispielsweise der Relativitätstheorie. Was besonders Spaß machte, war das entschlüsseln der Arecibo-Botschaft. Dabei handelt es sich um eine als Radiowellen verschickte Nachricht, deren Ziel der Kugelsternhaufen M13 darstellt. Sie ist als Nachricht an Außerirdische gedacht, die sich möglicherweise dort befinden und enthält Informationen rund um den Menschen. All diese Themen wurden immer spannend verpackt und dank unserer liebenswürdigen lustigen Kursleiter auch nie langweilig, auch wenn sie hauptsächlich theoretisch waren.

Am Ende dieser wunderbaren 10 Tage stand eine große Abschlussveranstaltung zu der auch Sylvia Löhrmann, die Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW, erschien. Bei dieser Gelegenheit präsentierten alle Kurse das Gelernte und der Akademiechor gab sein Bestes. Erst als uns die Urkunden übergeben worden waren und es Zeit wurde Abschied zu nehmen, stelle ich fest, wie mir die einzelnen Menschen ans Herz gewachsen waren und wie viel Spaß wir gemeinsam hatten. Unter einigen Tränen mussten wir schließlich bis zum nächsten Treffen auseinander gehen.

Abschließend bin ich unglaublich froh, dabei gewesen zu sein und freue mich ebenfalls, dass die JuniorAkademie erst der Einstieg zu einem großen Netzwerk von Möglichkeiten war.

Karolin Milewski

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