10er ante portas Colonia Agrippinensis!

Nachdem alle Mitglieder des Latinumkurses das Latinum erhalten haben, sind wir zum Abschluss, nach 5 Jahren Lateinunterricht, mit Frau Wahren und Frau Nahrhold nach Köln gefahren. Die Fahrt stand ganz unter dem Motto: “Non scholae, sed vitae discimus!" (Wir lernen nicht für die Schule sondern für das Leben)

 

Denn wie oft ist es im Lateinunterricht so, dass man über die alten Römer theoretisch spricht, aber der Praxisbezug fehlt. Da Rom etwas weit weg gewesen wäre, haben wir uns für Köln entschieden. Denn bereits zur Zeit des römischen Reiches gab es die Stadt am Rhein. Sie war Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien. Darum stolpert man auch heute noch an vielen Stellen in der Altstadt über die römischen Spuren.

Nach der Ankunft am Freitag haben wir zunächst den Südturm des Kölner Doms erklommen. Beim Besteigen des gotischen Bauwerks mit seinen 533 Stufen ging schon so manchem die Puste aus. Aber wir wurden mit dem Blick auf die großen Glocken im Glockenstuhl und dem Blick ins Rheintal und über Köln belohnt. Nach einem ersten Orientierungsspaziergang und dem Beziehen der Zimmer hatten wir Freizeit.

Der Samstag begann nach dem Frühstück mit dem kulturellen Teil der Fahrt. Auf der vorwiegend unterirdischen Stadtführung haben wir einen alten Abwasserkanal aus der Römerzeit erkundet. Auch die Grundmauern der Kurie und der Stadtmauer wurden besichtigt. Beeindruckend, wie weit die Menschen bereits vor 2000 Jahren entwickelt waren.

In der cloaca maxima von Köln

Nach der wohlverdienten Mittagspause ging es ins Römisch-Germanische Museum. Die richtige Entscheidung, denn draußen zog ein Unwetter wie zum Weltuntergang auf. Gespannt lauschten wir den Kurzreferaten, welche in den letzten Stunden im Lateinunterricht zu einzelnen Ausstellungsgegenständen erstellt worden waren. So erfuhren wir einiges zum Wohn- und Totenkult der Menschen. Auch viele Gebrauchsgegenstände wie Töpfe, Tassen, Öllampen und Glasgefäße waren im Repertoire der Vorträge.

Römisch-Germanisches Museum

Im Anschluss wurde Kölns gute Stube (der Dom) von innen besichtig. Es ist schon interessant, was die Dombaumeister vor vielen hundert Jahren ohne Internet, Computer und Baumaschinen vollbracht haben. Nach diesem vielseitigen, kulturellen Programm war Freizeit. Allerdings nicht ohne Römerbezug. Denn wie einst die Menschen vor 2000 Jahren, sind auch wir die Straßen rund um den Dom auf- und abgeschritten und haben „Handel“ getrieben. Auch wenn wir eher Klamotten gekauft haben. Ein imposantes Bild wurde uns als Highlight am Abend geboten. Der Dom und auch die Hohenzollernbrücke wurden durch Scheinwerfer im Dunkeln nochmals in ein ganz anderes Licht gerückt.

Sonntag morgen war es leider schon wieder an der Zeit die Koffer zu packen und den Weg in die Heimat anzutreten. Aber einen besonderen Leckerbissen, im wahrsten Sinne des Wortes, hatten wir noch in petto. So nahmen wir an einer Führung im Schokoladenmuseum teil, von der Bohne zur Schokolade war das Thema. Selbstverständlich mit Verköstigung am vergoldeten Schokoladenbrunnen. Schokolade hätte bestimmt auch den alten Römern gefallen, aber so etwas kannten sie leider noch nicht.

Mit einer leichten Verspätung bedingt durch einen liegenblieben Zug sind wir bei Regenwetter auch alle wieder in Lippe angekommen. Ein gelungener Abschluss und eine Belohnung nach fünf Jahren Lateinunterricht. Aber:„Semper aliquid haeret." (Es bleibt immer etwas hängen) Was so viel heißen soll wie, dass Latein uns auch in unserem weiteren Leben weiter verfolgen wird und man immer wieder, so wie in Köln, darüber stolpert!

Raphael Kahlert

Anmeldung

Kommende Termine

Do Mär 30
Gäste aus Ontinyent (E)
Do Mär 30
Noteneingabe Q2
Mo Apr 03
Schüleraustausch mit Olawa (PL)
Di Apr 04
Gäste aus Rosmalen (NL)
Di Apr 04 @13:30 - 15:00
Zeugniskonferenz Q2
Mi Apr 05
1. Sitzung ZAA